Programm

Ausstellung - Kurs - Konzert an Pfingsten 2024 (17. - 19. MAI)

Freitag, 17. Mai

 

17 Uhr Konzert / Kurs

Samstag, 18. Mai

 

11 Uhr Konzert / Kurs

 

17 Uhr Konzert / Kurs

 

Sonntag, 19. Mai

 

11 - 16 Uhr Ausstellung

 

11 Uhr Konzert / Kurs

 

17 Uhr Konzert / Kurs

 


  • Die Konzert / Kurs-Einheiten dauern jedweils ca. 1,5 h und können in der Gesamtheit oder einzeln besucht werden.
  • Kursgebühr: Beitrag im eigenen Ermessen.
  • Teilnahme nach Anmeldung per Email an ­ulrikebleffert@posteo.de
  • Für Übernachtungen gibt es Ferienwohnungen in der Umgebung oder das Schloss Hohenfels: https://www.schloss-hohenfels.de/das-hotel

Manfred Bleffert:

"In den drei Pfingsttagen haben wir jeweils Blöcke von 1,5 Stunden, die so gegliedert sind, das zuerst eine künstlerische Erfahrung sein wird – hörend, schauend, betrachtend, und dass wir dann in eine Untersuchung kommen. Wenn es das Musikalische ist, dann wird es auch ausgeführt in verschiedenen Übungen miteinander."

 

> Buch zur Ausstellung 

Übersicht

Manfred Bleffert - Ausstellung - Programm
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Programm / Zusammenhang / Hintergrund

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Zur Ausstellung

Manfred Bleffert: Das Gesamte der Ausstellung wird von zwei Polen aus entwickelt: das Hören und das Schauen, und von da aus in die Sinnesbezirke der anderen Erfahrungen. Wir wollen in eine Zwölfheit der Sinneserlebnisse kommen in dieser Ausstellung. 

 

Wenn wir da zunächst zurückgehen auf das Musikalische, dann haben wir ja schon erwähnt, dass wir es zu tun haben mit Darstellungen unserer rückwärtigen, abendländischen Musik als Grund, Boden und Haus, in welches wir hineingeboren sind.

 

Dann haben wir es im Musikalischen zu tun mit Werken der Gegenwart, also der zeitgenössischen Musik des 20. Jahrhunderts und des 21. Jahrhunderts. Aus dem "Ton-Ort der Stille" sind sehr viele Werkzyklen entstanden, wie zum Beispiel die Gesänge der Vögel in den sieben Tagen, Werke über die 24 Stunden und weitere.

 

Bei den malerischen Ausstellungen handelt es sich um Werkzyklen, die hier entstanden sind am Freiheithof. Hier entstand ein Zyklus in den Weihnachtstagen über das gesamte Jahr und zusammenfassend die vier Wirkungen der ersten vier der 12 Stimmungen von Rudolf Steiner – mittleres Bild – die nächsten vier – drittes Bild die dritten, also: dass der Weihnachtsimpuls hier so war, das ganze Jahr inhaltlich zu ergreifen. Das ist in diesen Tafeln angelegt.

 

Dann haben wir Zyklen, wie z.B. die Darstellung der neun Jahrhunderte der abendländischen Musik bis zum 20. Jahrhundert. Und dann das 20. Jahrhundert, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammentreffen und zusammenkommen.

 

Da kann man zum Beispiel von den Betrachtungen sehr leicht in das Musikalische vordringen. Man merkt in der Betrachtung eine liegende, melodische Art der Stimme, das rhythmische Wesen – ist ja im 12. Jahrhundert sehr gleitend, langatmig – und das Entstehen der harmonischen Verhältnisse dazwischen. Diese Thematik geht ganz durch diese Reihung hindurch. Man sieht im 20. Jahrhundert, die auch von Rudolf Steiner angedeutete Aufspaltung des einzelnen Tones in melodische, rhythmische, harmonische, eigenständige Kräfte. Und damit läutet das 20. Jahrhundert etwas ein, wo die Musik nach diesem inneren Aufbau in das Wesen der Freiheit hineinmündet, wo es nun stärker aus dem Ich-Wesen des Menschen geführt wird, wo hier noch das Göttlich-Geistige den Menschen geführt hat über diese Jahrhunderte in das 20. Jahrhundert hinein, über eine Zeitenschwelle des Musikalischen in eine musikalische Zeitenwende hinein.

 

Im Plastischen werden einige Dinge ausgestellt, die auch hier entstanden sind. Es gibt gewisse Zwischengebiete zwischen dem Plastischen und dem Malerischen. Das ist alles, was mit der Gestalt am Licht hier am Fenster zu tun hat. Also auch Papier. Und es sind kleine Skulpturengruppen, die in Freiburg entstanden sind, die mit der Flut zusammenhängen und mit dem Erlebnis: altes verloren zu haben. Was war die erste Stimmung des Plastischen in Dir, wo nichts mehr ist? Was ist dann das erste? Das erste waren drei kleine Skulpturen, die ich noch in Ascona gemacht habe, wie eine Urfrage. Das Erste, was wiedererscheint: die Kraft des Menschen von innen, die Kraft von außen und die vermittelnde Kraft. Das waren sehr kleine Skulpturen. Und dann kommen weitere Skulpturen, immer mit der gleichen Frage: was ist für die Seele jetzt das erste Plastische, was für das Geistige, was für die Gestalt, für die Natur. Solche Dinge werden in der Ausstellung sein vom Plastischen her.

 

Vom Sprachlichen eine Lesung oder mehrere Lesungen von Texten, die jetzt auf eine neue Art gelesen werden. Der Lesende liest ein Fragment. Dann entsteht Stille für den Hörenden – er geht dem Fragment nach innerlich – während der Lesende schon vorbereitet das nächste Fragment und es dann liest. In dieser Art werden die Lesungen sein.

 

Der jeweilige Block ist eine Sache für sich, in sich gerundet. Wir haben zuerst eine Art künstlerische Erfahrung auf diesen vier verschiedenen Gebieten. Dann eine Art Gesprächsdialog-Entwicklung in der Gemeinschaft, die dann entsteht. Und wie wird das Soziale geübt? Wie wird das Plastisch-Soziale eine Kunst?